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Oralhygiene mit viruzider Wirkung

| Oralhygiene

Die Mundspülung aus dem „Oral Hygiene Concept“ verfügt über den Nachweis viruzider Wirksamkeit gegen gehüllte Viren. Die Troisdorfer Entwickler konnten bereits im Mai 2020, mitten in der ersten Pandemiewelle die Wirksamkeit der rheodol/JackPro liquid plus bestätigen. Gleichzeitig deuteten Zellkulturexperimente mit acht verschiedenen Mundspülungen darauf hin, dass der Einsatz von Mundspülungen das Ansteckungsrisiko durch SARS-CoV-2-Viren absenken könnte. Dabei handelt es sich nicht um ein Behandlungsmittel gegen Covid-19, wie die Bochumer Studienautoren betonen.

rheodol-Oralhygiene

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Zahnreinigungsgel für Prothesen, Mundraum und Zähne ohne Schleif- und Reibkörper
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Reinigende und keimreduzierende Oralspülung

Die Gefahr der Infektion mit Sars-CoV-2 ist noch vor dem Auftreten von Symptomen am höchsten. Im Mund-Rachenraum ist die Viruslast zu diesem Zeitpunkt schon ausreichend hoch, um eine Infektion auszulösen. Aus Präventionsgründen kann es sinnvoll sein, diese Viruslast zumindest kurzfristig abzusenken, wie zum Beispiel vor Zahnbehandlungen oder vor unvernmeidlichen Kontakt mit Risikogruppen. Insofern liegt es nah, die Viruslast mit Mundspülungen abzusenken. Bisher hat es allerdings nur wenig Untersuchungen zur viruziden Wirkung mit Mundspülungen gegeben.

Während die Spülungen aus dem Hause der NW-Chemie GmbH bereits die Wirksamkeit nachgewiesen hatten, lag bei nur wenigen Mundspülungen ein Nachweis zur begrenzten Viruzidie vor, der benötigt wird, um die Wirksamkeit zum Inaktivieren von SARS-CoV-2-Viren zu belegen.

Genau dies zeigen die Virologinnen und Virologen der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen aus Jena, Ulm, Duisburg-Essen, Nürnberg und Bremen in Zellkulturexperimenten. Das Autorenteam um Toni Meister, Prof. Dr. Stephanie Pfänder und Prof. Dr. Eike Steinmann aus der Bochumer Forschungsgruppe Molekulare und Medizinische Virologie veröffentlichte die Ergebnisse jetzt im The Journal of Infectious Diseases, Online-Veröffentlichung am 29.7.2020. Jedoch steht eine Überprüfung der Laborergebnisse in klinischen Studien aus. Damit lassen sich noch keine Rückschlüsse über die tatsächliche Absenkung der Viruslast oder der Dauer dieses Effektes ziehen.

Alle getesteten Präparate reduzierten den initialen Virustiter, was grundsätzlich die Methode der Mundspülung zur Veringerung des Infektionsrisikos interessant macht. Dass es beim Wirkungsgrad auf die Zusammensetzung des Biozids ankommt, hat das Ergebnis gezeigt, bei dem drei Mundspülungen den Virustiter so weit verringerten, dass nach 30 Sekunden Einwirkung kein Virus mehr zu detektieren war.

„Das Gurgeln mit einer Mundspülung kann nicht die Produktion der Viren in den Zellen hemmen“, erklärt Toni Meister, „könnte aber die Viruslast kurzfristig dort senken, wo das größte Ansteckungspotenzial herkommt, nämlich im Mund-Rachen-Raum – und das könnte in bestimmten Situationen wie beim Zahnarzt oder der medizinischen Versorgung von Covid-19-Patienten nützlich sein.“

Ob dieser Effekt auch bei Covid-19-Patienten nachweisbar ist und wie lange er anhält, soll jetzt in einer klinischen Studie zur Wirksamkeit von Mundspülungen auf Sars-Cov-2-Viren überprüft werden. Ähnliche Arbeiten laufen bereits in San Francisco.

Das Labor der NW-Chemie GmbH verweist zusätzlich auf die milde Nebenwirkung der hauseigenen Spülung. Während Produkte mit Chlorhexidin nur für kurze Zeitdauer einsetzbar ist, sind rheodol/JackPro liquid plus für den zeitlich unbegrenzten Einsatz gedacht. Das Produkt wurde urswprünglich für den täglichen Einsatz in Intensivstationen entwickelt.

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